Rezension: Rick Future 18 - Die Schattenhelix (Sven Matthias, Dane Rahlmeyer, Erdenstern)


Den kommenden Donnerstag haben sich die Fans der freien Hörspielserie Rick Future schon seit einiger Zeit im Kalender angestrichen, denn an diesem Tag erscheint die sehnsüchtig erwartete Folge Rick Future 18: Die Schattenhelix. Mit dieser Episode wird nicht nur ein Schlusspunkt unter den Garlyn-Dreiteiler gesetzt, sondern gleichzeitig auch die dritte Staffel der Space Opera abgeschlossen. Nach der Premiere im Webradio vom hoerspielprojekt (Start 21:00 Uhr), steht sie anschließend auf der offiziellen Website von Rick Future zum kostenlosen Download bereit.

In Rick Future 18 scheint das Ziel der Reise der Future-Crew zum Greifen nahe, denn die Heimatwelt von Garlyns Volk liegt direkt vor Rick und Co. Hier erhofft sich Garlyn alle Antworten auf jene Fragen, die die ihn seit langem quälen. Doch bevor sie Fuß auf den Planeten setzen können, müssen sie sich erst den Schrecken der Alptraumzone stellen. Und selbst, wenn sie das überleben sollten, ist da noch die gegnerische Flotte, die ihre Verfolgung aufgenommen hat. Die Suche nach Antworten wird zum Kampf auf Leben und Tod.

Wenn der Abschluss eines Mehrteilers mit einem Staffelfinale zusammenfällt, dann darf das Publikum zurecht eine ganz besondere Episode erwarten, in der brennende Fragen beantwortet, einige Entwicklungen zum Abschluss gebracht und zugleich die Weichen für die weitere Zukunft gestellt werden. Diesen Anspruch vor Augen, hat Autor Dane Rahlmeyer für Folge 18 einen kompromisslosen Plot geschrieben, der sich nicht damit begnügt, den Garyln-Dreiteiler überzeugend abzuschließen, indem er die noch offenen Fragen über die Herkunft der Crondar klärt. Vielmehr wird das RF-Universum in einer Art und Weise erschüttert, dass man es kaum glauben mag: Dane Rahlmeyer und Produzent Sven Matthias setzen auf Risiko und schrecken darum auch vor einschneidenden Veränderungen nicht zurück, womit sie ein für alle Mal klarstellen, dass auch langjährige Figuren der Serie absolut nicht sicher sind. Quasi die gesamte Episode über hängt das Leben der Protagonisten am seidenen Faden und wenn man glaubt, dass Schlimmste sei überstanden, wartet die Folge mit einem im wahrsten Sinne des Wortes tödlichen Cliffhanger auf, der innerhalb der Fangemeinde der Serie sicherlich für viel Gesprächsstoff sorgen wird. Autoren können ja so gemein sein.


Die Handlung folgt zunächst dem Motiv der Erforschung der Überreste einer untergegangenen Kultur – und jede Menge Sense of Wonder schwingt mit, wenn Rick und Gefolge den Tempel der Crondar untersuchen. Doch dann rückt der Feind an und es folgt ein einziger Showdown zwischen der Future-Mannschaft und den Dru'hn, angeführt von Marvis. Ein solch intensives Schlachtengetümmel gab es in dieser Serie noch nie und Sven Matthias hat bei der Abmischung alles dafür getan, dass die Kampfszenen mit einer Wucht ins Gehör des Hörers einschlagen, dass man instinktiv den Kopf einzieht, wenn einem die Lasersalven um die Ohren fliegen. Hier setzt Sven Matthias eindeutig einen neuen Maßstab für seine Serie. Gleichzeitig kommt auch der Humor nicht zu kurz und in einer Reihe sehr emotionaler Momente wird zudem der Bogen zu vorangegangenen Folgen geschlagen. Damit ergibt sich ein schöner Kontrast zu den Action-Elementen, so dass Rick Future 18: Die Schattenhelix auf jeder Ebene etwas zu bieten hat. Fast mehr noch als die Kampfszenen sind es eben jene Dialoge zwischen Rick und Evi, die beim Hörer hängenbleiben, denn hier offenbart sich eine Tragik, die nicht unberührt lassen kann. Manchmal, so verdeutlicht des diese Folge eindringlich, ist der schlimmste Gegner kein äußerlicher Feind, sondern der Zwiespalt, den man in sich trägt. Das ist Character Drama, wie man es leider viel zu selten findet – ehrlich und deshalb weitab von Schwülstigkeit.

Getragen wird die Episode erneut von einem wunderbaren Cast, dem Sven Matthias, Michelle Martin, Ralf Pappers und Tom Steinbrecher in den Hauptrollen ihren Stempel aufdrücken. Als Vago gibt erneut Helmut Krauss einen Gastauftritt und Markus Raab führt mit seiner markanten Stimme als Erzähler gewohnt souverän durch die Handlung. Die übrige Besetzungsliste fällt dieses Mal sehr umfangreich aus, doch alle Parts wurden bis in kleinste Nebenrollen passend und überzeugend besetzt. Für die Klangkulisse zeichnet unter anderem Tim Gössler verantwortlich, der eigene Sounds beisteuerte, während Andreas Petersen und Erdenstern wieder einen individuellen Soundtrack für die Episode einspielten. Dieser kommt mal intim, mal bombastisch daher, zeichnet sich allerdings durch einen durchweg einprägsamen Stil aus, der als Klammer die gesamte Folge umschließt. Das gelungene Cover für die finale Episode der dritten Staffel stammt von Colin M. Winkler, der damit seinen Einstand als Cover-Illustrator für Rick Future gibt.


Rick Future 18: Die Schattenhelix wird den Erwartungen, welche die Fans an diese Episode haben, absolut gerecht, denn das Hörspiel kann in allen Belangen überzeugen. Story, Cast, Score und Abmischung sind absolut hochwertig und lassen die 78 Minuten Laufzeit sehr schnell vergehen. Auf diesem Niveau braucht sich Rick Future vor keiner anderen Produktion zu verstecken.



Kommentare:

  1. Also ich liebe Rick Future Höre es seit dem Letzten Jahr ich muß sagen eine Super Folge in würdiger Abschluß der 3 Staffel nur das ende Mag ich überhaupt nicht scheiß das ....... Stirbt naja zumindest klingt es so Hoffentlich kann Rick das ihn der nächsten Staffel Gerade Biegen .

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  2. Erst einmal ein großes Lob, denn Rick Future ist die beste Hörspielserie die ich kenne! :D
    Und auch die Episode 18 war wieder ein voller Erfolg...nur das Ende ist wirklich hart und traurig, weil es einfach unerwartet kommt, was aber schon wieder seinen eigenen besonderen Reiz hat. Ich hoffe nur das Rick das in den folgenden Episoden wieder hinbekommt oder es wie durch ein Wunder ungeschehen macht...die Person würde mir sonst echt sehr fehlen. :(

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